Stationäres „Anhalt-Hospiz“ in Dessau-Roßlau eröffnet

Dessau-Roßlau – Dessau-Roßlau (epd). Sieben Monate nach der Grundsteinlegung ist am 14. Dezember in Dessau-Roßlau ein stationäres Hospiz in Betrieb genommen worden. Das 960.000 Euro teure Vorhaben sei der erste reine Hospiz-Neubau in Sachsen-Anhalt und biete acht Plätze für Menschen in ihrer letzten Lebensphase, teilte die Evangelische Landeskirche Anhalts zur Eröffnung mit.

Der feierlichen Einweihung, an der auch Kirchenpräsident Helge Klassohn und Oberbürgermeister Klemens Koschig (parteilos) teilnahmen, ging ein Gottesdienst in der Anhaltischen Diakonissenanstalt voraus. Der Standort befindet sich auf einem Grundstück der Diakonissenanstalt, die das Leopolddankstift in Erbbaurecht übernommen hat. Geleitet wird das „Anhalt-Hospiz“ von der Diplom-Pflegemanagerin Anja Schneider aus Dessau-Roßlau. Betreiber sind neben der Diakonissenanstalt und dem Stift das Diakonische Werk des Kirchenkreises, die Diakonissenkrankenhaus gGmbH sowie die Bernburger „Kanzler von Pfau’sche Stiftung“. Finanziert wurde das Bauvorhaben durch die ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“, einem zinslosen Darlehen des Bundes sowie einem Eigenanteil der Bauherrin von zehn Prozent. Zu dem 1749 gegründeten „Fürstlichen Stift Leopolddank“ gehört ein Gebäudekomplex in Dessau-Roßlau mit 18 altengerechten Wohnungen. In Sachsen-Anhalt bestehen weitere stationäre Hospize in Magdeburg, Halle und Stendal. (6734/14.12.2007)

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