Städtebaupreis: Martinszentrum Bernburg ausgezeichnet

Das Evangelische Martinszentrum Bernburg hat im Rahmen des Deutschen Städtebaupreises 2008, der Anfang Oktober verliehen wurde, eine Belobigung erhalten. Damit gehört das Zentrum zu den bundesweit 13 Bauprojekten, die in diesem Jahr ausgezeichnet wurden. Der Hauptpreis wurde dem Jüdischen Zentrum München zuerkannt. Der Deutsche Städtebaupreis wird alle zwei Jahre von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung ausgelobt.

Eingereicht werden können erfolgreiche und in den zurückliegenden Jahren realisierte städtebauliche Projekte. Von der Revitalisierung gefährdeter Stadtgebiete bis zur Errichtung neuer Wohngebiete, vom städtebaulichen Denkmalschutz bis hin zu neuen Landschaften reichte die Bandbreite der im Jahre 2008 eingereichten 50 Projekte. Das im September 2007 eröffnete Martinszentrum Bernburg vereint unter seinem Dach auf bundesweit einmalige Weise Kirche, die Evangelische Grundschule Bernburg mit Hort und einen evangelischen Kindergarten. Träger der Schule ist die Evangelische Landeskirche Anhalts, Hort und Kindergarten werden von der Martinsgemeinde Bernburg getragen. Geplant und umgesetzt wurde der Bau des Martinszentrums vom Leipziger Architekturbüro Weis & Volkmann. In der Begründung für die Auszeichnung beim Deutschen Städtebaupreis heißt es: „Im gründerzeitlichen Wohngebiet der Saalestadt entstand mit der Umbauung der neugotischen Kirche ein Schulzentrum, bei dem es den Entwurfsverfassern mit ihrer Holzarchitektur hervorragend gelungen ist, Schutzfunktionen für den Schulbetrieb und Raumöffnung für Kirche und Stadt zu verbinden… Durch seine unregelmäßige Form, bestimmt durch die wuchtigen Außenpfeiler der Kirche, bietet das Zentrum Rückzug und Weite zugleich… Besonders hervorzuheben ist die Offenheit zur Stadt auf der einen Seite und die klösterlichen Hinwendung zur Kirche auf der anderen Seite… So spiegelt dieses städtebauliche Ensemble eine zukunftsweisende Form sozialen Zusammenlebens und die kulturelle Identität der Bürgerschaft gleichermaßen.“ www.staedtebaupreis.de Dessau-Roßlau, 23. Oktober 2008

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