31.000 Gottesdienstbesucher erwartet

Landeskirche: Gottesdienste an Heiligabend in Anhalt

Krippe in der Weihnachtskirche Polenzko bei Coswig.

An Heiligabend werden zu rund 200 Gottesdiensten in der Evangelischen Landeskirche Anhalts über 31.000 Gottesdienstbesucher erwartet. 2011 waren es 31.500 Besucher gegenüber 29.700 im Jahr 2010. Traditionell werden in allen Gottesdiensten am 24. Dezember Spenden für die Hilfsaktion „Brot für die Welt” gesammelt. Alle Gottesdienste in Anhalt für Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage finden Sie hier.

Kirchenpräsident Joachim Liebig wird am Heiligabend Gottesdienste in der Dessauer Georgenkirche (15.00 Uhr) und in der Pauluskirche (17.00 Uhr) halten. Ab 18.30 Uhr wird Liebig eine Heiligabendfeier im Gemeinde- und Diakoniezentrum St. Georg in Dessau mitgestalten, die sich insbesondere an Menschen richtet, die an diesem Abend einsam und allein sind.

In zahlreichen Gottesdiensten werden am 24. Dezember Krippenspiele gezeigt, die in den vergangenen Wochen in Christenlehre- und Konfirmandengruppen vorbereitet wurden. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich in den letzten Jahren Christnachtgottesdienste, die zwischen 21 Uhr und 0 Uhr beginnen. Traditionell werden viele Gottesdienst auch musikalisch reich ausgestaltet, etwa von Chören, Posaunenbläsern oder anderen Instrumentalensembles.

Hintergrund: Weihnachten

Zu Weihnachten wird die Geburt Jesu gefeiert (Gott wurde Mensch). Es ist nach Ostern das höchste Fest der Christen. Nach Berechnungen frühchristlicher Kalendarien fiel das Geburtsfest Christi zunächst auf einen Frühjahrstermin, wie etwa den 28. März oder 2. April. Die Geburt Jesu in Judäa im Freien schien zu einem winterlichen Termin unwahrscheinlich. Im Jahr 354 legte Papst Liberius das Weihnachtsfest auf den 25. Dezember. Von Rom aus nahm die Verbreitung des Weihnachtsfestes dann ihren Lauf und wurde im deutschen Sprachraum schließlich 813 durch eine Mainzer Synode zum allgemeinen Feiertag erklärt. Ab dem 16. Jahrhundert verliert das Weihnachtsfest seinen rein öffentlichen, außerhäuslichen Charakter und hält mit Christbaum, Krippe und Bescherung Einzug in die Privathäuser. Für viele Menschen gehört der Besuch eines Weihnachtsgottesdienstes zum Fest hinzu.

Autor: Johannes Killyen

Veröffentlicht am

Newsfeed