Kirchengebäude in Anhalt

Evangelische Dorfkirche Nedlitz nahe Zerbst

214 Kirchengebäude prägen die Landschaft in Anhalt, zum weiteren Gebäudebestand gehören rund 100 Pfarr- und Gemeindehäuser. Über 95 Prozent der Kirchen sind denkmalgeschützt, sie müssen gepflegt und erhalten werden. Ein Drittel der Kirchengebäude hat ihren Ursprung vor 1500, 20 Prozent der anhaltischen Gotteshäuser sind zwischen 1500 und 1800 entstanden, die übrigen sind Denkmäler des 19. und 20. Jahrhunderts.

Ein Großteil der Gebäude konnte seit 1990 dauerhaft gesichert werden, in den letzten Jahren in zunehmend kleineren Abschnitten. Neben der Sanierung akut bedrohter Kirchen und Pfarrhäuser steht zurzeit die kontinuierliche Bauunterhaltung im Vordergrund.

Wichtige Aufgabe ist, die Gebäude mit Leben zu füllen und in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken. Deshalb nutzen immer mehr Kirchengemeinden etwa den Tag des Offenen Denkmals, um auf ihr Kirchengebäude aufmerksam zu machen. Viele Kirchen sind längst über die Gottesdienstzeiten hinaus für Besucher geöffnet, zahlreiche Kirchengemeinden bieten Führungen, besondere Veranstaltungen und Andachten, etwa im Rahmen des Lutherweges an.

Die Landeskirche vergibt an Kirchen in Anhalt auch das bundesweit anerkannte Signet „Verlässlich geöffnete Kirche”. Die aufwendigen Bauaufgaben sind nur durch den Einsatz vieler Menschen zu lösen, die Kirchengemeinden als Bauherren sind auf öffentliche und private Förderer angewiesen. Aus diesem Grund haben sich in vielen, gerade ländlichen Orten, Bauvereine gegründet, in denen Christen wie Nichtchristen sich gemeinsam für ihre Kirche einsetzen – die für sie der Mittelpunkt ihres Ortes ist. Unterstützung bietet auch das landeskirchliche Bauamt.

Kontakt

Kirchliches Bauamt
Leiterin: Konstanze Förster-Wetzel

Links zu besonderen Kirchen und Bauprojekten

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