Ein halber Kilometer Akten und etwa 20.000 Bücher befinden sich im Westteil der Dessauer Pauluskirche in der Radegaster Straße. Bei den umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten an der am 7. März 1945 stark zerstörten Pauluskirche wurde Anfang der 1980er Jahre der westliche Teil der Kirche mitsamt der alten Orgelempore zu einem als Archiv und Bibliothek nutzbaren Zweckbau umgebaut.
Ein zentrales landeskirchliches Archiv besaß die Anhaltische Landeskirche bis dahin nicht, nur Pfarr- und Superintendenturarchive in den Kirchengemeinden und den Kirchenkreisen. Bis 1918, der Herzog war oberster Landesbischof, gelangten die Akten, die die Landeskirche als ganze betrafen, zumeist in das Anhaltische Staatsarchiv. Nach der Trennung von Kirche und Staat bewahrte die Kirche ihr Schriftgut in eigener Verantwortung auf. Im Laufe der Zeit wuchsen diese Bestände so an, auch ältere Akten kamen hinzu, dass der Landeskirchenrat Anfang der 1980er Jahre beschloss, ein landeskirchliches Archiv in der Pauluskirche einzurichten. mehr lesen >>
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Evangelische Landeskirche Anhalts
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