Prominente über Bibel und Bibelturm

Meditationsraum im Bibelturm
Meditationsraum im Bibelturm

Prof. Jan-Hendrik Olbertz, ehemaliger Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin

„Der Bibel ist nichts Menschliches fremd. Sie kennt und schildert alles, wozu wir Menschen im Guten und im Bösen fähig sind. Und welche Geschichtsschreiber gehen mit den Herrschern ihrer Zeit so nüchtern und kritisch um wie das Alte Testament?

All das ist wohl nur möglich, wenn man in der Gewissheit lebt, dass der Mensch immer auch einer Instanz verantwortlich und überantwortet ist, die er vielleicht leugnen, aber nicht beeinflussen kann.”

Bischof Dr. Gerhard Feige, Bistum Magdeburg

„Die Bibel ist ein Jahrtausende altes Erfahrungsbuch der Menschen mit Gott und mit sich selbst. Ihr ist nichts Menschliches und nichts Göttliches fremd. In ihr begegnen wir der Wirklichkeit schlechthin.

Zu Recht nennt man sie darum das „Buch der Bücher”.

Dr. Thomas Weiss Direktor, Kulturstiftung DessauWörlitz

Es gibt wohl kaum einen besseren Ort als den Turm der Sankt Petri Kirche in Wörlitz, um eine ökumenische Initiative zum Verständnis der Bibel aufzunehmen. Fürst Leopold III. Friedrich Franz selbst hat diesen Turm im Oktober 1809 geweiht, indem er sich dort für mehrere Tage in Klausur zurückzog und mit seinem Propst Reil intensive Gespräche über sein Verständnis von Glauben und Bibel führte.

Obgleich er fest in den Traditionen der reformierten Kirche stand, war er frei von engen konfessionellen Fesseln. Nicht Calvin, sondern das Christentum war ihm heiligste Religion, „weil sie die menschenfreundlichste ist, weil sie die Aufklärung und Bildung der Menschen will, (…) dass sie Keinen ohne Trost lässt, dass sie uns im Leiden und im Tode aufrichtet und stärkt”.

Der Kirchturm von Sankt Petri mit seinen beeindruckenden 66 Metern Höhe ist der architektonische Schlussstein der Wörlitzer Anlagen des Fürsten Franz. So steht er zwischen Himmel und Erde und kündet von dem auch religiös intendierten Werk des Dessauer Fürsten. Deshalb ist mir der Bibelturm wichtig.