Evangelische Kirche Riesigk

Evangelische Kirche Riesigk

In Blickweite von Wörlitz gelegen, spielte das gegen Hochwasser eingedeichte Dorf eine wichtige Rolle in der Geschichte der anhaltischen Landwirtschaft und ihrer Reform durch den Fürsten Franz. 1780 wurde ein klassizistisches Deichwächter-, Schul- und Gemeindebackhaus gebaut, das die Ortsansicht gen Wörlitz verschönen sollte; den gleichen Zweck erfüllte die Kirche.

Von 1797-1800 anstelle eines baufälligen Vorgängerbaus errichtet, gilt die Riesigker Kirche als der erste Sakralbau neugotischer Form im Gartenreich, ja in ganz Deutschland. Der Backsteinbau ist gezielt in Blickrichtung auf Wörlitz positioniert; der Turm nach Nordosten mit einer englisch-gotischen Maßwerksverzierung versehen.

Der verhältnismäßig große Innenraum wird durch eine Bohlendecke mit Kreuzgratimitationen und die Emporen von großen Holzflächen bestimmt. Im Zentrum des Raumes steht ein Altar-Podest, das zugleich die Grabstätte für die 1799 verstorbene Prinzessin Agnes ist, eine Schwester von Fürst Franz. Unter dem Altartisch befindet sich eine lebensgroße, liegende Figur der Verstorbenen in mittelalterlicher Tracht. Die hölzerne Kanzel ‚schwebt’ in einer Wandnische hoch über dem Altarraum – ganz im streng reformierten Sinne ist das Wort im Zentrum des Geschehens. Auf 22 Inschriftenfeldern sind die Wände mit Bibelzitaten und lehrreichen, aufklärerischen Worten verziert. 1997 begannen die Sanierungsarbeiten an der Kirche, die im Dezember

Gottesdienste

  • sonntags 9 Uhr (dreiwöchig)

Besichtigung

  • Gartenreichtag, Tag des Offenen Denkmals und auf Anfrage

Kontakt

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