Evangelischer Religionsunterricht

Der evangelische Religionsunterricht an den Schulen des Landes Sachsen-Anhalt findet als ordentliches Unterrichtsfach unter inhaltlicher Verantwortung der evangelischen Kirchen statt. Damit ist der Religionsunterricht auch ein wichtiger Beitrag der kirchlichen Bildungsarbeit im gesellschaftlichen Raum. Rund 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler besuchen ihn, und nicht alle gehören einer Kirche an.

Er ist offen für jede und jeden und leistet einen wesentlichen Beitrag zur religiösen Bildung der Schülerinnen und Schüler, bietet Orientierung in Lebens- und Glaubensfragen und eröffnet aus christlicher Sicht Perspektiven für die Lebensgestaltung und das Zusammenleben mit Anderen. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes wird soziales und kommunikatives Leben eingeübt und reflektiert. Die Heranwachsenden werden mit spirituellen Ausdrucksformen des Glaubens vertraut gemacht, wozu auch Meditieren, Beten und Feiern gehört.

Auch für die Schulentwicklung im Ganzen, die selbstverantwortetes Lernen fördern und die Eigenverantwortlichkeit der Schulen stärken will, hat der Religionsunterricht eine wichtige Rolle zu spielen. Er kann mit seiner auf Vertrauen, Selbstverantwortung und solidarisches Handeln gerichteten Pädagogik wesentliche Impulse für das gesamte schulische Leben geben und einen erkennbaren Beitrag für ein gutes Schulklima leisten.

Die Evangelische Landeskirche Anhalts unterstützt gemeinsam mit von ihr mitgetragenen Pädagogisch-Theologischen-Institut Kloster Drübeck die Religionslehrerinnen und -lehrer durch Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote und wird als Partnerin in der Schul- und Lehrplanentwicklung und in der Diskussion um Bildungsstandards in Anspruch genommen und wert geschätzt.

Aktuelles

Öffentlicher Votrag und Fortbildung
„Die neuen Rechten – eine Herausforderung in der Schule!“
Mittwoch, 4.9.2024, 15.00 bis 17.30 Uhr
Ort: Saal des Landeskirchenamtes Dessau, Friedrichstr. 22/24

Rechtes Gedankengut begegnet uns im Unterricht und in der Elternarbeit. Welche Reaktionen unsererseits sind sinnvoll und zielführend? Die Fortbildung informiert zuerst zu rechten Gruppierungen in Sachsen-Anhalt und ihren Bildungsvorstellungen. In einem zweiten Schritt werden wir dazu in die Diskussion, den Erfahrungsaustausch und die eigene Standortbestimmung gehen. Der Schulbeauftragte Sören Brenner aus Halle ist als Referent eingeladen. Er schreibt zum Inhalt der Fortbildung:

„Die „Neuen Rechten“ stellen eine zunehmende Herausforderung für unsere Gesellschaft dar. Aber auch „Völkische Siedler“ wie die Anastasia-Bewegung oder „Reichsbürger“ wie das „Königreich Deutschland“ sind Verfechter alternativer Lebensformen mit teilweise rechten Einstellungen und Programmen. Welche Erziehungs- und Bildungsvorstellungen werden innerhalb solcher Gemeinschaften propagiert und gelebt? In Sachsen-Anhalt sind die völkischen Siedler/innen im Umweltschutzbereich aktiv, rechte Vordenker besuchen die örtliche Kirchengemeinde und ihre Kinder spielen beim Krippenspiel mit. Welche Querverbindungen gibt es zwischen rechten Ideologien und christlichen Überzeugungen? Wo ist Abgrenzung nötig und wie kann sie gelingen? Und wie gehen wir mit den Kindern um, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden?“

Anmeldung und Infos: Ivonne Sylvester


Kontakt
Dezernent: Oberkirchenrat Matthias Kopischke
Schulbeauftragte: Ivonne Sylvester
Service
Unterrichtserlaubnis
Vokation

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