Herbstsynode 2025 
Das Strategiepapier

Dr. Jan Brademann, Archivar der Landeskirche Anhalts und Vorsitzender des Synodalausschusses „Strategiepapier Anhalt 2035“ hat am Freitagvormittag Pläne vorgestellt, mit denen die Landeskirche Anhalts fit für die Zukunft gemacht werden soll. Dazu sind teils erhebliche Veränderungen vorgesehen. „Wir müssen feststellen, dass die Evangelische Landeskirche Anhalts mit einem extrem starken Mitgliederrückgang konfrontiert ist“, sagte Brademann zu Beginn. Seit 2012, als die Landeskirche noch rund 42 000 Mitglieder zählte, sei sie aktuell auf 23.403 Mitglieder geschrumpft. Die Entwicklung stelle die kleinste Landeskirche Deutschlands von existenzielle Herausforderungen.

Um eine Zukunft zu haben, müsse die Landeskirche unter anderem die Zahl der hauptamtlichen Stellen, sowohl im Pfarr-, als auch im Verwaltungsdienst reduzieren. Zudem müssten die Organisationsstrukturen grundhaft erneuert werden. So solle unter anderem die Landesynode deutlich verkleinert sowie die Kirchenleitung umstrukturiert werden. Das Landeskirchenamt könne zu einer landeskirchlichen Servicestelle ausgebaut werden. 

Auf dem Gebiet der Landeskirche könne künftig auf Kirchenkreise verzichtet werden. Für die mehr als 200 Kirchengebäude im Gebiet der Landeskirche Anhalts empfiehlt das Strategiepapier ein Gebäudekonzept mit einem „Ampelsystem“, bei dem Kirchen klassifiziert werden, in erhaltenswerte und veräußerbare Gebäude. Um diese grundlegenden Änderungen rechtlich zu untersetzen, regt der Ausschuss zudem an, die Kirchenverfassung und zahlreiche Gesetze zu erneuern.

### => Rede von Dr. Jan Brademann

Das vollständige Strategiepapier 2035 können Sie hier einsehen.