Kooperation mit Gemeinde in Kyjw
Landeskirche: Finanzielle Unterstützung für fünf Jahre
Dessau-Roßlau – Die anhaltische Landeskirche und die Evangelische Kirchengemeinde St. Katharina in Kyjiw werden zusammenarbeiten. Im Rahmen einer Partnerschaft erhält die Gemeinde in der ukrainischen Hauptstadt für zunächst fünf Jahre finanzielle Unterstützung aus Anhalt.
Die St. Katharina Gemeinde in Kyjiw
Das Geld fließt in die Deckung der Heizkosten. Mit dieser Zusammenarbeit soll ein nachhaltiges Zeichen kirchlicher Solidarität und Verbundenheit gesetzt werden.
Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer erklärt: „Ich bin sehr dankbar für den Dienst, den die Evangelische Gemeinde in Kyjiw unter den Bedingungen des Krieges leistet. Die Partnerschaft soll Ausdruck gelebter christlicher Gemeinschaft sein – über nationale Grenzen hinweg und gerade in Zeiten größter Herausforderungen.“
Die Evangelische Kirchengemeinde St. Katharina in Kyjiw leistet unter den Bedingungen des Krieges einen wichtigen seelsorgerlichen und diakonischen Dienst. Sie begleitet Menschen in existenziellen Nöten, bietet geistlichen Halt und ist ein Ort gelebter Gemeinschaft in einer Situation anhaltender Unsicherheit und Zukunftssorgen.
Darüber hinaus ist vorgesehen, die Partnerschaft schrittweise weiterzuentwickeln, insbesondere mit Blick auf die Unterstützung der Pfarrstelle. Gegenseitige Besuche und persönliche Begegnungen sollen die Zusammenarbeit vertiefen.
Auch die Gemeinde in Kyjiw nimmt die Partnerschaft als wichtiges Zeichen der Verbundenheit wahr. Lidiia Tselsdorf, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Kirchengemeinde St. Katharina Kyjiw, betont: „Inmitten von Krieg, Unsicherheit und täglicher Sorge ist diese Partnerschaft für unsere Gemeinde ein starkes Zeichen der Hoffnung. Sie zeigt uns, dass wir nicht vergessen sind und dass die Gemeinschaft der evangelischen Christinnen und Christen Grenzen überwindet. Die Unterstützung aus Deutschland stärkt unseren Dienst an den Menschen hier in Kyjiw – geistlich, seelsorgerlich und ganz konkret im Alltag.“
Gemeinde in Kyjiw ist bereits seit über drei Jahrzehnten in einer offiziellen Partnerschaft mit dem Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München. Er unterstützt die ukrainische Gemeinde gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) finanziell. Die Evangelische Landeskirche Anhalts hat sich dieser Partnerschaft angeschlossen.
Die beteiligten Kirchen verstehen die Partnerschaft als Beitrag zur Stärkung kirchlicher Verantwortung und Solidarität innerhalb der weltweiten evangelischen Gemeinschaft. Sie verbindet geistliche Verbundenheit mit konkreter Unterstützung und dem gemeinsamen Vertrauen darauf, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe auch unter schwierigen Bedingungen tragen.