Ev. Kirche Gröbzig – mittelalterliches Geläut

Das Geläut in der Gröbziger Kirche, Foto: Heiko Rebsch

Obwohl Glocken da ja auch manchmal schweigen, präsentiert unser Kalenderblatt für die Karwoche das prächtige Geläut der Kirche in Gröbzig.

Möchte man Superlative finden, muss man dafür geeignete Maßstäbe wählen. Die Gröbziger Glocken jedenfalls sind das größte mittelalterliche Geläut in der Landeskirche. Vier Glocken, die älter als das Jahr 1600 sind, hängen in der Glockenstube der Stadtkirche – allesamt Läuteglocken. Während drei davon noch ohne Angabe des Gießernamens daherkommen, stellt sich die zweitgrößte Glocke als Werkstück des Erfurter Glockengießers Eckehard Kucher vor.

Die Inschrift ist in deutscher Sprache abgefasst – seit der Reformationszeit durchaus üblich. Ein wenig rätselhaft bleibt sie aber trotzdem, abgesehen von der Gussangabe Könnern 1584: „ICH BIN GEGOSSEN ZV RVFEN / DIE CHRISTEN ZV HOPPE / DASSE LEREN / DEN WEGH DES HERRN // ECKHART KVCHGER VON ERFURT GOZ MICH IN CONNERN ANNO MDLXXXIIII“.

So klingen die Glocken (Glocke 1 / Glocken 1+2 / Plenum)

Der Wochenspruch für die neue Woche

„Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ (Joh 3,14b.15)

Aufnahme: Gerd Schrage
Text: Pfarrer Kornelius Werner, Glockensachverständiger der Ev. Landeskirche Anhalts