Köthen, St. Jakob, Ladegast-Orgel

Ladegast-Orgel in St. Jakob Köthen

Musik: „Fiat Lux“ von Théodore Dubois, Orgel: KMD Martina Apitz Text: Kreiskirchenmusikwart Eckhart Rittweger, Orgelsachverständiger der Ev. Landeskirche Anhalts
Foto: Heiko Rebsch

1872 vollendete Friedrich Ladegast den Bau der dreimanualigen Orgel in der Köthener Kirche St. Jakob. Sie ist mit 47 Registern die zweitgrößte Orgel der Ev. Landeskirche Anhalts. Friedrich Ladegast baute die Orgel als rein mechanisches Instrument. Aufgrund der Größe des Instruments und der damit verbundenen Schwergängigkeit des ersten Manuals baute Friedrich Ladegast 1905 einen Barkerhebel ein. Damit wurde die Spielbarkeit erleichtert.

Benannt ist der Barkerhebel nach seinem Erfinder, dem englischen Orgelbauer Charles Spackman Barker. Drückt man eine Taste, wird eine kleine „pneumatische Maschine“, wie sie Barker selbst nannte, in Bewegung gesetzt. Diese ist wiederum mit dem Tonventil verbunden und öffnet es. Nun fehlt dem Organisten dadurch zwar der direkte Kontakt von Taste zu Tonventil, aber das Spielen wird auf diese Weise erleichtert.

ORGEL V. FRIEDRICH LADEGAST, WEISSENFELS 1872
SCHLEIFLADE, MECHANISCH / BARKERHEBEL HAUPTWERK
3 MANUALE, PEDAL, 47 REGISTER