Orgel in Oranienbaum wird saniert

Aus den Gemeinden: Fertigstellung für Weihnachten 2026 geplant

Oranienbaum – In der Stadtkirche Oranienbaum hat die Sanierung der Orgel begonnen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 170.000 Euro.

Engagiert für die Orgelsanierung: Ortsbürgermeister Tim Teichmann, Gemeindekirchenrat Karl Beck, Kreiskirchenmusikwart Hans-Stephan Simon, Oberkirchenrat Matthias Kopischke, Bürgermeister Maik Strömer und Landtagsabgeordnete Karin Tschernich-Weiske (Foto: Weigel)

Finanziert wird die Sanierung von verschiedenen Seiten. Geld kommt von der Landeskirche, aber auch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

Zudem stammen Mittel aus der Denkmalförderung des des Landes Sachsen-Anhalt, dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XII der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie von der Lotto-Toto GmbH.



Einschätzung des Orgelsachverständigen der Anhaltischen Landeskirche, Kirchenmusikdirektor Eckhart Rittweger

„Der derzeitige Zustand der Orgel allerdings ist untragbar. Heuler und Aussetzer sind ständige Begleiter des Orgelspiels. Neben der starken Verschmutzung, die gleichzeitig Nährboden für Schimmel bildet, haben viele Teile, vor allem aus Leder und Filz, die Verschleißgrenze weit überschritten und müssen unter restauratorischen Gesichtspunkten ersetzt werden. Eine umfassende Reinigung, Wiederinstandsetzung, Intonation und Stimmung sind unerlässliche Arbeiten, die möglichst bald in Angriff genommen werden sollten, um weitere Schäden zu vermeiden.“



Nachdem die Finanzierung in der zweiten Hälfte dieses Jahres sichergestellt werden konnte, wurden die ersten Auftrage erteilt. Wenige Tage später waren Mitarbeiter der Christian Scheffler Orgelwerkstatt GmbH aus Sieversdorf in der Stadtkirche und haben mit den Arbeiten begonnen. Nun wird die Orgel voraussichtlich bis zum Weihnachtsfest 2026 schweigen.



Die Stadtkirche Oranienbaum

Nach gut fünf Jahren Bauzeit wurde die Stadtkirche 1712 durch den Fürsten Leopold I. (genannt: der „Alte Dessauer“) eingeweiht und bildet den krönenden Abschluss der barocken Schloss- und Stadtanlage.

Mit dem Betreten der Kirche durch das Nordportal eröffnet sich dem Besucher die Weite eines schlichten, in der Ausstattung zurückhaltenden elliptischen Kirchraumes. Allein zum Lob und Preise Gottes, zum Hören des Wortes Gottes und zum Psalmodieren ist dieses im Stil einer reformiert-calvinistischen Predigerkirche erbaute Gotteshaus errichtet worden, dessen Vorbilder im calvinistischen Frankreich zu finden sind. Mehr lesen


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