„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“
Glaube: Kirchenpräsident: „Miteinander Zukunft schaffen.“
Dessau-Roßlau – „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). So lautet die Jahreslosung der christlichen Kirchen für 2026. Der Bibeltext soll Christinnen und Christen durch das Jahr begleiten.
Die Jahreslosung soll vor allem Hoffnung machen. Die Losung möchte daran erinnern, dass Gott Erneuerung und Veränderung schenkt.
Der Text der Losung stammt aus dem letzten Buch der Bibel, der sogenannten „Offenbarung des Johannes“. Dieser Bibeltext geht auf den Apostel Johannes zurück. Er verfasste den Text während der Zeit seiner Verbannung auf der Insel Patmos, denn damals wurden die Christen durch das Römische Reich verfolgt.
Kirchenpräsident: „Sie sind ein Teil der Zukunft, schon jetzt!“
Karsten Wolkenhauer predigt beim Radiogottesdienst in Oranienbaum
Der Kirchenpräsident sagt über die Jahreslosung:
Das biblische Buch der Offenbarung ist im besten Sinn eine Vision. Eine Vision, die etwas erreichen will. Da sieht jemand die Zukunft vor sich. Macht sie sichtbar. Zeigt uns, wie wir uns gut in ihr zurechtfinden.
Und noch viel wichtiger: Wie wir überhaupt aus der Gegenwart in diese Zukunft kommen! Wie diese Zukunft, die Johannes ganz deutlich vor sich sieht, UNSERE Zukunft werden kann. Die Offenbarung des Johannes ist von alters her so verstanden worden: Als ein Trostbuch für das Ausharren der christlichen Gemeinde unter den teils grausamen Bedingungen dieser Welt. Haltet durch! Bleibt standhaft, bleibt stabil! Es wird anders, es wird besser werden für euch! Und zwar so richtig!
Der Text ist Teil der Predigt aus dem Radiogottesdienst an Neujahr aus der Stadtkirche Oranienbaum. Hier können Sie die ganze Predigt lesen.
Die Jahreslosung
Die Jahreslosung der christlichen Kirchen wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) ausgewählt. Die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation spielt dabei keine Rolle, weil die Auswahl stets vier Jahre im Voraus stattfindet. Wichtige Gesichtspunkte sind dagegen, dass eine zentrale Aussage der Bibel in den Blick kommt, und zwar in einprägsamer und möglichst knapper Formulierung, ein Bibelwort, das in besonderer Weise ermutigen, trösten Hoffnung wecken oder auch aufrütteln und provozieren kann.